Kleinkinder und Kindergartenkinder


Mutter mit Tochter

Nie mehr lernt ein Mensch so viel in so kurzer Zeit wie in der frühen Kindheit - und immerzu müssen sich Eltern anpassen. Manchmal scheint das eigene Kind sich aber anders zu entwickeln als man es sich vorgestellt hat, auch im Vergleich mit Gleichaltrigen.

Wir bieten Diagnostik und ggf. Therapie für Kleinst-, Klein- und Kindergartenkinder sowie Beratung für deren Bezugspersonen an.

Mögliche Vorstellungsgründe können sein:

  • unbändiger Trennungsschmerz oder ständiges Anklammern
  • verzögerte oder ausbleibende Sprachentwicklung
  • Ein- und Durchschlafschwierigkeiten
  • Verweigerung der Nahrungsaufnahme
  • Einnässen bzw. Einkoten sowie altersuntypische Sauberkeitsentwicklung
  • heftige Wutanfälle und starkes Trotzverhalten
  • sehr ängstliches oder zurückgezogenes Verhalten
  • Sprechen nur in ausgewählten Situationen
  • wenig bzw. unpassende Kontaktaufnahme mit anderen Kindern
  • perspektivische Fragen zur geeigneten Schulplatzierung bzw. der Notwendigkeit einer Eingliederungshilfe in der Kindertagesstätte

Häufig reicht vor allem im jungen Kindesalter eine fachliche Einschätzung des aktuellen Entwicklungsstandes sowie die Aufklärung der Eltern über Möglichkeiten der Entwicklungsbegleitung. Gegebenenfalls ist die therapeutische Arbeit unter intensivem Einbezug der Eltern eine geeignete Hilfe.

Darüber hinaus bieten wir insbesondere für Kinder mit chronischen Erkrankungen wie beispielsweise Herz- oder Lebererkrankungen, ehemaligen Früh- und Risikogeborene fundierte Einschätzungen zum aktuellen Entwicklungsverlauf und sprechen ggf. Empfehlungen zu geeigneten Fördermöglichkeiten aus.

Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Überweisung durch einen Kinderarzt ist nicht notwendig.


Gruppentraining für Kindergartenkinder

Manches kann in der Gruppe besser geübt werden als in der Einzeltherapie: Soziale Kompetenzen, der Umgang mit Konflikten, sich etwas trauen. Oft ist auch eine Kombination aus Einzel- und Gruppentherapie hilfreich. Folgende Gruppenkonzepte bieten wir für Kindergartenkinder an:

GruppeInhaltefreie Plätze
Mutig werden mit Til Tiger
(5-10 Jahre)

nach Absprache (100 min)

Ihr Kind ist eher unsicher, traut sich manches nicht zu oder vermeidet es mit anderen zusammen zu sein?

Gemeinsam mit Til, einem unsicheren Tiger-Kind, das sich vieles nicht traut, trainieren die Kinder ganz praktisch soziale Fähigkeiten und Handlungsstrategien: Nein-Sagen, Etwas fordern, Einkaufen gehen, jemanden Einladen und noch mehr.

Das Training ist für Jungen und Mädchen im Alter zwischen fünf und zehn Jahren konzipiert. In 10 wöchentlich aufeinanderfolgenden Einheiten je 100 Minuten üben die Kinder gemeinsam mit Til gezielt selbstsicheres Verhalten ein.

Das TilTiger-Training wurde von Sabine Ahrens-Eipper entwickelt und wissenschaftlich mit sehr guten Ergebnissen evaluiert.

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Training für Vorschulkinder
(5-7 Jahre)

wöchentlich, freitags, 14.00-15:15 Uhr (75 Min.)

Ihr Kind kommt bald in die Schule? Jeden Frühling bieten wir ein Training für sechs Vorschulkinder an.

Im Training wird den Vorschulkindern Freude am Lernen, Selbstvertrauen sowie Sicherheit im Umgang mit zukünftigen Anforderungen in den Bereichen Motorik, Konzentration, Aufmerksamkeit und Organisation vermittelt. Auf spielerische Art und Weise werden schulische Vorläuferkompetenzen gefördert, um den Kindern den Schulstart zu erleichtern.

Wir orientieren uns im Vorschultraining an dem von der Uniklinik Ulm, Kinder- und Jugendpsychiatrie durch die Ergotherapeutin Kristina von Kampe entwickelten und wissenschaftlich positiv evaluiertem Konzept. Als Psychotherapeuten nutzen wir diesen Rahmen mit einem verhaltenstherapeutischen Schwerpunkt: Insbesondere trainieren wir den Aufbau positiver und Abbau negativem Verhaltensweisen, um den Kindern wichtige soziale Fähigkeiten, den Umgang mit Anforderungen, Selbstinstruktions- und Organisationsfertigkeiten, Konzentration und Regeleinhaltung zu vermitteln.

In einer Gruppen von bis zu 6 Kindern führen wir in 10 Einheiten à 90 Minuten an zentrale Herausforderungen der Schule heran.

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Die Gruppenkonzepte werden abwechselnd angeboten, in den Ferien finden keine Gruppenangebote statt. Bei Interesse können Sie Ihr Kind ggf. auf unsere Warteliste setzen lassen.


Gruppentraining für Eltern

Wenn Kinder Probleme entwickeln, kommen bei Eltern häufig Fragen auf: "Wie gehen wir damit um?", "Sind wir schuld?" Gruppenkurse für Eltern und Bezugspersonen bieten die Möglichkeit, sich über Erfahrungen auszutauschen, was häufig zur Entlastung führt. Gleichzeitig kann hier neues Wissen und Kompetenzen erworben werden, um mit schwierigen Situationen sicherer umzugehen.

Die Teilnahme an einem Elterntraining kann die Elternberatung im Einzelgespräch sinnvoll ergänzen. Darüber hinaus kann ein Elterntraining auch  Eltern von Kindern ohne festen Therapieplatz helfen, mit bestehenden Problemen besser umzugehen.

Wir bieten folgende Gruppenangebote für Eltern und Bezugspersonen von Klein- und Kindergartenkindern an:

GruppeInhaltefreie Plätze
Training für Eltern von Kindern mit oppositionellem und aggressivem Verhalten
(3-10 Jahre)

wöchentlich, mittwochs, 15:30-17:30 Uhr (120 Min.)

Ihr Kind hat Wutanfälle, verweigert sich schnell oder ist häufig sehr unruhig, unaufmerksam und unkonzentriert?

Wir bieten für Eltern mit Kindern im Alter von 3-10 Jahren bzw. für Fachkräfte ein Training im Gruppensetting an. Hier wird praktisches Handwerkszeug zum hilfreichen Umgang mit solchem Verhalten vermittelt.

Jede Familie arbeitet an selbst gewählten Problemsituationen, die im Alltag bislang schwierig sind. Ein günstigeres Elternverhalten wird anhand von vermittelten Prinzipien erarbeitet und geplant und von den Teilneh-
mern zu Hause eingeübt.

Die Teilnehmenden lernen in 10 Einheiten je 120 Minuten so wichtige Prinzipien zur Verhaltenssteuerung und -änderung bei Kindern kennen und übertragen diese dann Schritt für Schritt in ihren eigenen Alltag und bestehende Problemsituationen.

Mithilfe des so entstehenden Elternhandbuchs werden Veränderungen, neue Erfahrungen festgehalten und erarbeitete Inhalte festgehalten, sodass später auch alleine weiter gearbeitet werden kann.

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Heidelberger Elterntraining: LateTalker
(2-3 Jahre)

wöchentlich, Freitags, 14:00-16:00 (120 Min.)

Ihr Kind ist zwischen 2-3 Jahren alt und spricht deutlich weniger aktive Worte alte Gleichaltrige?

Das "Heidelberger Elterntraining LateTalker" wurde entwickelt, um Eltern junger Kindes zu unterstützen, als wichtigste Bezugspersonen und Kommunikationspartner für sprachförderliche Interaktionen im Alltag zu sensibilisieren und ihre Kinder im Zusammenleben gezielt zu fördern.

Innerhalb von 7 Terminen je 120 Minuten und einem Nachschulungstermin werden folgende Inhalte vermittelt und geübt:

  • Ursachen der verzögerten Sprachentwicklung
  • Sprachförderliche Grundhaltung
  • Anschauen von Bilderbüchern
  • Bedeutung des gemeinsamen Spiels
  • Optimierung des Sprachangebots in Alltagssituationen
  • Sprachspiele – Fingerverse, Lieder, Reime

Das Training wurde Dr. Anke Buschmann entwickelt. In wissenschaftlichen Begleitstudien konnte die Effektivität des Elterntrainings hinsichtlich einer deutlichen Abnahme sprachlicher Auffälligkeiten und manifester Sprachentwicklungsstörungen im Alter von drei Jahren nachgewiesen werden.

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Heidelberger Elterntraining: Autismus - Sprache - Kommunikation (TASK)
(2-5 Jahre)

nach Absprache (120 min)

Das Elterntraining ist für Eltern von 2-5jährigen Kindern mit Autismus-Spektrum entwickelt worden.

Viele Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung haben erhebliche Schwierigkeiten in der sozialen Kommunikation. Das Interesse an Kommunikation, das Bedürfnis, Wünsche und Gefühle auszudrücken oder Ideen mit anderen zu teilen, ist jedoch eine wichtige Voraussetzung der Entwicklung von Sprache.

Da die Fähigkeit zur Kommunikation eine Schlüsselkompetenz für die weitere psychosoziale und kognitive Entwicklung eines Kindes darstellt, erscheint es sinnvoll, eine Förderung möglichst früh zu beginnen und dabei die Eltern intensiv mit einzubeziehen.   Nahe Bezugspersonen erlernen in neun Sitzungen je 120 Minuten ihre Kinder in ihrem Entwicklungsverlauf bei der sozialen Kommunikation und Lautsprache zu unterstützen.

Das von Dr. Buschmann entwickelte Konzept des Heidelberger Elterntrainings wurde in Kooperation mit dem Josefinum Augsburg (Fröhlich, Noterdaeme, Jooss, Buschmann) adaptiert und wissenschaftlich positiv evaluiert.

 

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Heidelberger Elterntraining: Globale Entwicklungsstörung

nach Absprache (120 min)

Das Elterntraining richtet sich an Eltern von zwei bis fünfjährigen Kindern mit einer allgemeinen Entwicklungsstörung, also Kindern, die in verschiedenen Entwicklungsbereichen einschließlich der sprachlichen Entwicklung deutlich verzögert sind (z. B. bei Down-Syndrom).

Sie haben Schwierigkeiten im Verstehen von Sprache und verfügen über das zweite Lebensjahr hinaus nur über einen sehr geringen aktiven Wortschatz. Dies kann es Bezugspersonen erschweren die Kommunikationssignale des Kindes zu deuten und adäquat auf dessen Bedürfnisse zu reagieren.

Im Rahmen des Trainings lernen die Bezugspersonen Möglichkeiten kennen, um ihrem Kind den Einstieg in den Spracherwerbsprozess zu erleichtern. Die Eltern sollen befähigt werden, sensibler auf die Kommunikationssignale des Kindes zu reagieren und ihr Sprachangebot optimal auf das Kind abzustimmen. Dadurch kommt es zu einer Verbesserung der Eltern-Kind-Interaktion und die kommuni-
kativen und sprachlichen Fähigkeiten des Kindes erweitern sich.

In 7 Gruppenterminen je 120 Minuten und einem Nachschulungstermin trainieren die Teilnehmenden in alltäglichen Situationen die Kommunikation und Interaktion mit ihren Kindern zu intensivieren.

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Heidelberger Elterntraining: KUGEL (LUG)

zweiwöchentlich, nach Absprache (120 min)

Das Elterntraining richtet sich an Eltern, deren Kinder Verzögerungen in der allgemeinen Entwicklung aufweisen. Die Eltern werden angeleitet alltägliche Situationen zu nutzen, um ihre Kinder beim Sprechenlernen zu unterstützen. Dabei wird in sieben Terminen je 120 Minuten insbesondere auch der Einsatz lautspracheunterstützender Gebärden (LUG) als Brücke zur Sprachentwicklung geübt.

Ein Schwerpunkt hierfür ist das Nutzen lautsprachunterstützender Gebärden (LUG). Sie erfahren, wie und warum LUG die Kommunikation zwischen Eltern und Kind erleichtern und dem Kind helfen, leichter Sprache zu verstehen und Wörter zu lernen. Die Eltern werden hierzu schrittweise an den Gebärdeneinsatz herangeführt.

Wird keine Anleitung der Eltern zum Gebärdeneinsatz benötigt, empfiehlt sich stattdessen die Teilnahme am Heidelberger Elterntraining für Kinder mit allgemeiner Entwicklungsstörung (HET GES).

KUGEL (Buschmann, von Maydell, Burmeister) wurde auf Basis des Heidelberger Elterntrainings entwickelt.

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Die Gruppenkonzepte werden abwechselnd angeboten, in den Ferien finden keine Gruppenangebote statt. Bei Interesse können Sie sich ggf. auf unsere Warteliste setzen lassen.


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Foto: Frau beim Schreiben einer Anfrage